Freitag, 15. September 2017

Bleder See, die Biester und der Herbstzauber



Von der Grenzstation auf der Wurzenpasshöhe gibt es im Sonnendunst schon einmal einen ersten Einblick in die Julischen Alpen. (Alle Fotos/ Montagen: (c) 2017 presseweller)



Kommen Sie mit in die zauberhaften Julischen Alpen und in die Karawanken


Von Jürgen Weller

Der Herbst ist im Land, die Wälder rauschen unter blauem Himmel in Braun, Grün und dunklem Gelb, und von der Wurzenpass-Höhe gibt es schon einmal einen kleinen Einblick in die Julischen Alpen, die sich schon bald in ihrer ganzen majestätischen Pracht zeigen. Der Wurzenpass ist einer der Verbindungswege zwischen Kärnten und Slowenien. Mit rund 1070 Metern ist er nicht sehr hoch, aber bis zu 18 Prozent steil – für Freunde von Passfahrten eine Lust. Da das Ziel der Bleder See ist, schwärmt unsere Bekannte bereits jetzt von der Creme Snita, der Cremeschnitte, die sie unbedingt essen will. 

Gut, dann werden wir mal schauen und diese süße Verführung ebenfalls probieren. Nach der Wurzenpassabfahrt wird das obere Savatal erreicht sowie dann in Fahrtrichtung Ljubljana das quirlige Kranjska Gora mit wundervollen Bergpanoramen. Bei der weiteren Fahrt durchs Tal legen wir einen Zwischenstopp bei Moistrana ein, gibt es dort doch den Blick auf den höchsten Berg der Julier, den über 2.860 Meter hohen Triglav. Moistrana ist übrigens auch ein „Bergsteigerdorf“. Durchs Vratatal steht man bald vor einem riesigen Bergkessel und hat den Triglav und eine Berg-Rundumsicht. Aber das ist eine andere Geschichte.



Da es von Kranjska Gora bis Bled noch keine 40 Kilometer sind, fahren wir weiter über die Staatsstraße Richtung Ljubljana statt über die – mautpflichtige- Autobahn. Wir passieren die pulsierende Kleinstadt Jesenice und freuen uns an den malerischen Landschaftsbildern zwischen Karawanken und Juliern. Bei Lesce verlassen wir die Hauptroute Richtung Süden, nach Bled, Julische Alpen.

Bled und See im Blick
Die Straße führt teils an Wäldern vorbei, steigt in Bled leicht an und offenbart dann den Blick auf einen Teil des Sees und den belebt-beliebten Ort. Ja, wir kennen diesen Blick nicht nur von vor wenigen Jahren als wir zum Bohinje-See fuhren, sondern seit Jahrzehnten, als alles noch Jugoslawien war, wir um Teile des in der Sonne funkelnden Sees einen Spaziergang machten und wir bei einer Ruderbootfahrt Bled, die Insel und das Schloss von der Wasserseite aus betrachteten. Wir unterhielten uns damals mit Slowenen, die ein bisschen Deutsch sprachen, da wir nur wenige wichtige Worte wie „Danke“, „Bitte“, „Guten Tag“ usw. drauf hatten. Sie waren für ein paar Urlaubstage hier. Junge Leute, mit denen wir uns auf Englisch unterhalten konnten, hatten einen Samstagsausflug nach Bled gemacht: Boot fahren, Spaß haben. Fazit war, dass sie alle auch öfter gerne nach Bled kommen, weil ihnen der See und das besondere Flair gefallen. Das konnten und können wir bestätigen: Wie zauberhaft doch diese Landschaft ist, die immer wieder zu einem Augenschmaus einlädt.




Bereits bei der Zufahrt erhaschen wir einen Blick auf den See.


Gut essen und ein „Spielchen“ machen
Bled hat seit jeher internationales Flair. Wir sehen es jetzt wieder. Japanische Gäste fotografieren Ortsansichten, den See von immer wieder anderen Standpunkten und die Bergkulisse. Im Hotel-Restaurant sitzt eine größere Gruppe ausländischer Gäste mittags an einem großen Tisch zusammen, um slowenische Spezialitäten zu essen. Auch die Terrasse mit Seeblick ist gut gefüllt. An den Tischen neben uns hat sich eine Motorradfahrer-Gruppe aus Montenegro eingefunden. Alle Neuankömmlinge vertiefen sich in die Speisenkarte. Na klar gibt’s mehr als die uns seit jeher bekannten Gerichte wie Raznici und Cevapcici, da stehen auch Krautwickel, gefülltes Schnitzel und Steaks jeder Coleur auf der Karte. Und natürlich Suppen, Juha. Deftig wie die Sauerkrautsuppe oder fein mit allen möglichen Kräutern. Es schmeckt uns gut. Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland, je nach Gericht auch einmal einen Deut geringer. Das gilt vor allem für den Espresso nach dem Essen. Was passt dann als Abschluss gut dazu? Natürlich eine Creme Snita! Eine süße Verführung.

Wer ein „Spielchen“ machen will, findet – wie in manchen Orten Sloweniens – auch ein Casino, zum Beispiel im Park-Hotel. Die Palette reicht von amerikanischem Roulette bis zu Black Jack und Bingo. Und da wir bei Hotel sind: Davon gibt es einige im Ort am grünblauen See.

Zu entdecken und unternehmen gibt es noch viel mehr ...

Lesen Sie mehr ab 28. September 2017 zu Bled: Ein Herz mit See, die Tito-Villa und die „Biester“, die Dinosaurier im Park – Kinder haben da ihren Spaß.


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