Freitag, 15. September 2017

Bleder See, die Biester und der Herbstzauber



Von der Grenzstation auf der Wurzenpasshöhe gibt es im Sonnendunst schon einmal einen ersten Einblick in die Julischen Alpen. (Alle Fotos/ Montagen: (c) 2017 presseweller)



Kommen Sie mit in die zauberhaften Julischen Alpen und in die Karawanken


Von Jürgen Weller

Der Herbst ist im Land, die Wälder rauschen unter blauem Himmel in Braun, Grün und dunklem Gelb, und von der Wurzenpass-Höhe gibt es schon einmal einen kleinen Einblick in die Julischen Alpen, die sich schon bald in ihrer ganzen majestätischen Pracht zeigen. Der Wurzenpass ist einer der Verbindungswege zwischen Kärnten und Slowenien. Mit rund 1070 Metern ist er nicht sehr hoch, aber bis zu 18 Prozent steil – für Freunde von Passfahrten eine Lust. Da das Ziel der Bleder See ist, schwärmt unsere Bekannte bereits jetzt von der Creme Snita, der Cremeschnitte, die sie unbedingt essen will. 

Gut, dann werden wir mal schauen und diese süße Verführung ebenfalls probieren. Nach der Wurzenpassabfahrt wird das obere Savatal erreicht sowie dann in Fahrtrichtung Ljubljana das quirlige Kranjska Gora mit wundervollen Bergpanoramen. Bei der weiteren Fahrt durchs Tal legen wir einen Zwischenstopp bei Moistrana ein, gibt es dort doch den Blick auf den höchsten Berg der Julier, den über 2.860 Meter hohen Triglav. Moistrana ist übrigens auch ein „Bergsteigerdorf“. Durchs Vratatal steht man bald vor einem riesigen Bergkessel und hat den Triglav und eine Berg-Rundumsicht. Aber das ist eine andere Geschichte.



Da es von Kranjska Gora bis Bled noch keine 40 Kilometer sind, fahren wir weiter über die Staatsstraße Richtung Ljubljana statt über die – mautpflichtige- Autobahn. Wir passieren die pulsierende Kleinstadt Jesenice und freuen uns an den malerischen Landschaftsbildern zwischen Karawanken und Juliern. Bei Lesce verlassen wir die Hauptroute Richtung Süden, nach Bled, Julische Alpen.

Bled und See im Blick
Die Straße führt teils an Wäldern vorbei, steigt in Bled leicht an und offenbart dann den Blick auf einen Teil des Sees und den belebt-beliebten Ort. Ja, wir kennen diesen Blick nicht nur von vor wenigen Jahren als wir zum Bohinje-See fuhren, sondern seit Jahrzehnten, als alles noch Jugoslawien war, wir um Teile des in der Sonne funkelnden Sees einen Spaziergang machten und wir bei einer Ruderbootfahrt Bled, die Insel und das Schloss von der Wasserseite aus betrachteten. Wir unterhielten uns damals mit Slowenen, die ein bisschen Deutsch sprachen, da wir nur wenige wichtige Worte wie „Danke“, „Bitte“, „Guten Tag“ usw. drauf hatten. Sie waren für ein paar Urlaubstage hier. Junge Leute, mit denen wir uns auf Englisch unterhalten konnten, hatten einen Samstagsausflug nach Bled gemacht: Boot fahren, Spaß haben. Fazit war, dass sie alle auch öfter gerne nach Bled kommen, weil ihnen der See und das besondere Flair gefallen. Das konnten und können wir bestätigen: Wie zauberhaft doch diese Landschaft ist, die immer wieder zu einem Augenschmaus einlädt.




Bereits bei der Zufahrt erhaschen wir einen Blick auf den See.


Gut essen und ein „Spielchen“ machen
Bled hat seit jeher internationales Flair. Wir sehen es jetzt wieder. Japanische Gäste fotografieren Ortsansichten, den See von immer wieder anderen Standpunkten und die Bergkulisse. Im Hotel-Restaurant sitzt eine größere Gruppe ausländischer Gäste mittags an einem großen Tisch zusammen, um slowenische Spezialitäten zu essen. Auch die Terrasse mit Seeblick ist gut gefüllt. An den Tischen neben uns hat sich eine Motorradfahrer-Gruppe aus Montenegro eingefunden. Alle Neuankömmlinge vertiefen sich in die Speisenkarte. Na klar gibt’s mehr als die uns seit jeher bekannten Gerichte wie Raznici und Cevapcici, da stehen auch Krautwickel, gefülltes Schnitzel und Steaks jeder Coleur auf der Karte. Und natürlich Suppen, Juha. Deftig wie die Sauerkrautsuppe oder fein mit allen möglichen Kräutern. Es schmeckt uns gut. Die Preise sind ähnlich wie in Deutschland, je nach Gericht auch einmal einen Deut geringer. Das gilt vor allem für den Espresso nach dem Essen. Was passt dann als Abschluss gut dazu? Natürlich eine Creme Snita! Eine süße Verführung.

Wer ein „Spielchen“ machen will, findet – wie in manchen Orten Sloweniens – auch ein Casino, zum Beispiel im Park-Hotel. Die Palette reicht von amerikanischem Roulette bis zu Black Jack und Bingo. Und da wir bei Hotel sind: Davon gibt es einige im Ort am grünblauen See.

Zu entdecken und unternehmen gibt es noch viel mehr ...

Lesen Sie mehr ab 28. September 2017 zu Bled: Ein Herz mit See, die Tito-Villa und die „Biester“, die Dinosaurier im Park – Kinder haben da ihren Spaß.


Freitag, 25. August 2017

Voll geil, das Gailtal: Almen, Berge, Abenteuer


In Herbstfarben, Teil des Oberen Gailtals. (Alle Fotos: Presseweller)


Liebliche Landschaft im Südwesten Kärntens


August 2017 (DiaPrw). Spätestens nachdem wir Urlaubstage am Starnberger See und am Kochelsee in Oberbayern verbracht hatten, waren die Alpen für uns ein Sehnsuchtsziel. So ist es irgendwo in den Gehirnwindungen der Kindheit abgelegt. Bei Otto war es ähnlich. Er schwärmte nach dem Urlaub im Kärntner Gailtal vom felsigen Berg, den er und Familie aus ihrem Pensionszimmer sahen, von der Gail mit den kleinen Kiesbänken und vom nahen Pressegger See. Das untermauerte er damals mit seiner imposanten Diavorführung, womit er auch uns Lust auf diese Landschaft machte. Wie schön ist doch die Welt! Nach einigen Beratungen in den Folgewochen folgten wir seiner Empfehlung, uns für das nächste Jahr zusammen mit seiner Familie für den Sommer anzumelden. Und wir gewannen noch eine weitere befreundete Familie dafür. Man schrieb das Jahr 1961, und wir Kinder waren begeistert dabei. So machten wir uns im Sommer 1962 mit drei Autos auf die damals lange Reise. Die Begeisterung für die liebliche Landschaft hat sich bei allen über mehrere Jahre gehalten. Bei uns ist das bis heute so.



Das war und ist der Fensterblick: auf den Zweikofel in den Karnischen Alpen. 

Um ein Zimmer im Sommer zu bekommen, musste man sich früher bereits zur Weihnachtszeit anmelden. Vieles hat sich seitdem geändert, aber das liebliche Tal mit seinen Dörfern und Almen begeistert uns noch immer. Schaut man im Dorf, in Rattendorf, in diese Richtung aus dem Fenster, ist der Berg noch stets vor Augen, der knapp 2060 Meter hohe Zweikofel, dem sich das Zuckerhütl anschließt, hinter dem dann der mächtigere Trogkofel liegt. Die Landschaft ist zauberhaft, die Menschen sind gastfreundlich und nett,. „Urlaub bei Freunden“. Bis in den Spätsommer bietet sich für alle „Urlaub nach Gusto“ an. Wasserratten haben viele Möglichkeiten, beispielsweise im Bad Kötschach-Mauthen, im Freibad Kirchbach, im Naturschwimmbad Radnig und im Erlebnis-Naturbad Vorderberg, Gemeinde St. Stefan. Und natürlich lockt der warme Pressegger See mit seinen Strandbädern und Liegewiesen. Aber auch der Herbst ist wunderschön.

Baden, Boot fahren und mehr

Der Pressegger See erstreckt sich etwa zwischen der Bezirksstadt Hermagor-Pressegger See und St. Stefan. Oft haben wir ihn erkundet und auf der Südseite wie auf der Nordseite unseren Badespaß gehabt. Hin und wieder haben wir uns ein Boot geliehen, um mit Muskelkraft über den See zu schippern. Vor allem dem Osten zu schließt sich ein großer Schilfgürtel an, in dem Vögel wie der Teichrohrsänger und andere beheimatet und wo die unterschiedlichsten Pflanzen anzutreffen sind. Im Norden hat man die Gailtaler Alpen mit dem über 2100 Meter hohen Spitzegel im Blick, im Süden die Karnischen Alpen. Angeschlossen ist der 1. Kärntner Erlebnispark, sodass es reichlich Gelegenheiten für Spiel und Sport gibt.


Klein, aber groß genug für Wasserspaß: der Pressegger See. 

Der See, den die Einheimischen liebevoll „Gailtaler Badewanne“ nennen, lässt sich gut mit dem Auto erreichen. Es gibt einen großen Parkplatz. Viele kommen mit dem Fahrrad. Das Gailtal verfügt mit dem Gailtal-Radweg, R3, der von Kötschach-Mauthen bis bei Villach führt, über gute Möglichkeiten für Radler.


Der Gailtalradweg eignet sich auch gut für Familien.


Erlebnisreich: Almen
Mit dem Fahrrad oder besser mit dem Mountainbike lassen sich die Almen erkunden. Aus den Taldörfern muss man zu den Sennereien in den Karnischen Alpen jeweils rund zwölf Kilometer bergauf einkalkulieren. Teils steiler, aber meist kürzer, sind die Wege zu den Almen in den Gailtaler Alpen. Einen imposanten Blick zum höchsten Berg der Gailtaler Alpen, dem über 2370 Meter hohen Reißkofelmassiv, hat man von der Reisacher Jochalm. Der massige Berg scheint „direkt gegenüber“ zu liegen. Die andere Möglichkeit ist, sich die Almen zu erwandern, was vor Jahrzehnten noch Standard war. Einige Stunden – je nach Gehtempo – ist man unterwegs. Dabei geht es oft schattig durch Wälder und teils an Bergbächen vorbei. Hier und da bieten sich tolle Ausblicke aufs Tal. Seit vielen Jahren sind die meisten Almen mit dem Auto erreichbar.
Entdecken Sie die Vielfalt. Schon vor Jahrzehnten wurde das Gailtal als „Tal der Almen“ beschrieben. In den Bergsennereien wird meist die Milch direkt verarbeitet. Der würzige Gailtaler Almkäse g. U (geschützte Ursprungsbezeichnung) halt viele Freunde, aber auch Topfen, das ist Quark, den es in Variationen gibt, und Joghurt gehören zu den Produkten. Bei einem Almbesuch sollten Sie sich eine deftige Jause nicht entgehen lassen. Außer Käse und Brot gehören meist auch Hauswürstel, eine Art Mettwurst, und Gailtaler Speck g. g. A. (geschützte geografische Angabe) dazu. Alles köstlich! Vielleicht können Sie sich auch das Käselager zeigen lassen, wo die Käse-Laibe reifen. Almkäse, Speck und mehr finden Sie ebenfalls auf Bauernmärkten wie in Hermagor. Ihr Gastgeber wird Ihnen sagen können, wo und wann Bauernmarkt ist. Genießen Sie Regionales.


Da reift der würzige Almkäse, bodenständig, regional, lecker!


Von den Almen aus bieten sich die verschiedensten weiteren Wanderungen an. Naturfreunde schauen sich die reiche Blumen- und Gräserwelt an. Je nach Witterung endet die Almsaison teils schon Anfang September. Es ist schön, einen Almabtrieb mitzuerleben. In Rattendorf ist der – mit Bauernmarkt und mehr – für 2017 auf den 9. September terminiert.

Auf Abenteuerspuren
Wohin soll es mit dem Mountainbike gehen? Vielleicht einmal den Nassfeld-Pass bis zur italienischen Grenze unter die Pedale nehmen? Im Gailtal finden Sie zig herausfordernde Strecken, laut den Webseiten-Angaben des Tourismusbüros lockt alleine am Nassfeld ein Wegenetz mit 31 Strecken. Nach dem Aufstieg verlocken die Abfahrten. So lassen sich zum Beispiel von der knapp 2000 Meter hohen Madritsche knapp zwölf Kilometer, oft auf Schotterfahrbahn, bis ins Tal abspulen. Praktisch: Die Tour kann ohne eigenen Aufstieg oben beginnen. Dafür gibt es den „Lift- und Bike-Giro“: Das Bike in der Bergbahn Millennium-Express, Talstation Tröpolach, mitnehmen. Endstation ist auf der Madritsche. Dann, vielleicht nach einer kurzen Rast, auf zum Radspaß ins Tal. Von verschiedenen Ausgangspunkten sind auch grenzüberschreitende Touren nach Italien möglich. Die Herausforderung von Bergtouren brauchen wir nicht mehr. Wir radeln ab und zu gemütlich ein Stück des familiengerechten Gailtaler Radwegs oder drehen eine Runde im Dorf.
Hinweis für Radler: Es bestehen auch Leihmöglichkeiten für Räder und E-Bikes. Ob Radtour, Wanderung, Motorrad- oder Autofahrt: Im Grenzgebiet ist es immer wichtig, die Ausweispapiere dabei zu haben sowie bei Kraftfahrzeugfahrten den Führerschein und Autopapiere!
Ein Spaß ist auch stets die Abfahrt mit der Sommerrodelbahn „Pendolino“ von der Madritsche bis zur Tressdorfer Alm. Läuft gut!
Fahren Sie mit dem Millennium-Express bis zur Tressdorfer Alm, lässt sich von dort leicht der NTC-Outdoorpark mit Felsenlabyrinth und Flying Fox erreichen. Im Felsenlabyrinth stehen unter anderem zwölf Parcours durch Wald und Felsen zur Auswahl.


Von der Tressdorfer Alm geht es zum NTC-Outdoorpark. 

Ganz nach persönlichem Wunsch sind überall natürlich Bergwanderungen und -touren möglich, zum Beispiel eine Etappe über den Karnischen Höhenweg, den „Friedensweg“. Planen Sie mehrere Stunden vom Nassfeld zur Rattendorfer Alm oder umgekehrt ein. In Kötschach-Mauthen steigen Sie seitlich des Plöckenpasses bei der Valentinalm in einen herausfordernden Weg ein, der in einer mehrstündigen Wanderung zum Wolayersee im Lesachtal führt. Immer wichtig ist es, die Wetteransagen schon vor einer Tour zu verfolgen oder sich örtlich zu informieren. Sofern Ihnen der Weg unbekannt ist, fragen Sie im Tourismusbüro oder in ihrem Gastbetrieb. Zumindest wird man Ihnen Ansprechpartner nennen können. Gutes Kartenmaterial sollte man immer dabei haben. Unsererseits wurden die Wege Nassfeld – Rattendorfer Alm bereits in beiden Richtungen gegangen sowie der Weg Plöcken – Wolayersee. Die Bergwege sind zum Teil schmal. Für viele Strecken sollte man schwindelfrei sein.
Hinter Möderndorf bei Hermagor ist der Einstieg in die Garnitzenklamm, in der wir schon mehrmals einige vordere Etappen begangen haben. Hohe Felsen, rauschender Bach, teils schmale Wege mit Drahtseilen zum Festhalten malen Schluchtenbilder. Es gibt mehrere Sektionen mit ansteigenden Schwierigkeitsgraden. Am besten informieren Sie sich im Eingangsbereich an der Kasse.
Mit Kindern empfehlen sich leichte Wanderungen über Almwege oder im Tal durch Wiesen und entlang von Bächen. In manchen Dörfern bieten sich Spielplätze an. Auf dem Nassfeld locken Themenspielplätze, die sich zum Beispiel rund um die altbekannten Comic-Figuren Fix und Foxi drehen. Da wird der Nachwuchs seine Freude haben.

Unterhaltung und Geschichte
Bis in den Herbst hinein kann man sich auf verschiedenen Festen vergnügen, zum Beispiel beim Apfelfest in Kirchbach am ersten Sonntag im Oktober, beim Kufenstechen in Egg oder beim Käsefestival in Kötschach-Mauthen, das in diesem Jahr 2017 auf das Wochenende 23./ 24. September terminiert ist – Unterhaltungsprogramm inklusive.


Beim Käsefestival in Kötschach-Mauthen gibt's feine Produkte und Unterhaltung.

Wenn Sie auf Geschichtsspuren wandeln wollen, schauen Sie sich im Museum „1. Weltkrieg“ im Rathaus in Kötschach-Mauthen um. Alleine von den Bildern her kann man erahnen, welche Mühen und Qualen die Soldaten hoch oben im Berg an dieser ehemaligen Frontlinie auf sich nehmen mussten. Zahlreiche Exponate veranschaulichen die damalige Ausrüstung. Wir wurden nachdenklich und waren beeindruckt. Eine Ergänzung dazu liefert das Freilichtmuseum am Plöckenpass mit alten Stellungen, engen Durchgängen und vielem mehr.
An Erdgeschichte und Fossilien Interessierte sind in Dellach im Besucherzentrum GeoPark Karnische Alpen richtig. Lassen Sie rund 500 Millionen Jahre Erdgeschichte Revue passieren. Bei Wanderungen in den Karnischen Alpen sind wir schon häufig auf Fossilien mit Farnen und Muschel-Eindrücken gestoßen. Ja, damals war das Meer hier!
Im Schloss Möderndorf bei Hermagor bietet das Gailtaler Heimatmuseum einen reichen Einblick in die Geschichte, Kultur und Traditionen des Tales. Zu den Exponaten gehören unter anderem auch eine alte Luther-Bibel und ein versteinerter Baumstamm.
In Nötsch stehen das Schloss Wasserleonburg sowie das Museum des Nötscher Kreises. Der bekannten Künstlergruppe gehörten vier Maler an, unter anderem Franz Wiegele. Aufgrund eines unserer früheren Berichte wissen wir zur schönen Schlossanlage Wasserleonburg noch, dass hier einst der wegen seiner Heirat abgedankte britische König Edward VIII. mit seiner Frau Wallis Simpson seine Flitterwochen verbracht hat. So „klein“ war schon damals die Welt – ein Stück vor Mitte des 20. Jahrhunderts.
Für Motorrad- und Autoausflüge gibt es außerdem zig lohnende Ziele, ob in Kärnten oder in den angrenzenden Ländern Italien und Slowenien. Für Motorbiker bieten manche Hotels außer passenden Einrichtungen auch viele Infos und zum Teil begleitete Touren an.
Wenn Sie einen großen überdachten Markt mit allen möglichen Sachen besuchen wollen, dann empfehlen wir Tarvisio, nur ein paar Kilometer hinter der italienischen Grenze bei Arnoldstein/ Thörl-Maglern. Tarvis empfiehlt sich auch zum Bummeln und Einkehren. Mit genügend Zeit kann man auch eine Radtour dorthin einplanen. 

Auf gute Einkehr
Überall im Tal finden Sie Einkehrmöglichkeiten in traditionellen Gasthöfen und Restaurants und in neueren Lokalitäten. In vielen sind wir bereits eingekehrt, einschließlich des Restaurants Kellerwand von Sissy Sonnleitner in Kötschach-Mauthen. Ja, nahezu überall hat's gut geschmeckt, "gepasst". Deshalb geben wir auch keine „Spezialtipps“ ab. Gerne sind wir dort, wo auch Traditionelles wie die „Kärntner Nudel“ sowie Speisen mit Produkten aus der Region serviert werden. Probieren Sie mal wieder einen deftigen Schweinsbraten oder entscheiden Sie sich für Vegetarisches. Sie werden in vielen Dörfern ebenso fündig wie in Kötschach-Mauthen und Hermagor. Im Vorjahr waren die Preise ähnlich wie in Deutschland.



Ganz nach Gusto:Kärntner Nudel und deftiger Schweinsbraten mit gemischtem Salat. 


Von Camping bis Hotel
An Unterkünften steht Ihnen die gesamte Bandbreite zur Verfügung: Campingplätze, auch im Winter, Ferienwohnungen (FeWo), Bauernhöfe und Privatpensionen, Gasthöfe, Hotels bis zu Wellnesshotels. Zum Teil werden auch Extras wie begleitete Motorradtouren, Radtouren und Wanderungen geboten. Wir haben quasi schon alle Wohnarten genutzt und waren bisher sehr zufrieden. Meist nehmen wir auch wieder Quartier bei einem der vorherigen Betriebe. 
Auf Preisangaben verzichten wir, weil sie sehr unterschiedlich sind. Sie finden meist FeWos und Pensionen, die für Familien durchaus erschwinglich sind, und auch Hotelpreise, die im Rahmen liegen. Klar, in den Anfängen haben wir in der privaten Bauernhofpension noch um die 21 Schilling, etwas über drei D-Mark, für Übernachtung mit Frühstück gezahlt. Die Zeiten sind längst vorbei. Nur zum Vergleich: Heute lässt sich ein weitaus besser ausgestattetes Zimmer ab um die 30 Euro finden. Auf den Internetseiten der Orte oder der Region (www.nlw.at) finden Sie Anbieter. Klicken Sie von da direkt, soweit vorhanden, zur Webseite des Betriebes. Größere Einzelorte im oberen Talbereich und bis hinter Hermagor sind: Kötschach-Mauthen, Dellach/ Gail, Kirchbach, Hermagor, St. Stefan/ Gail, Nötsch, Feistritz/ Gail.



Die Gail, hier im Frühherbst, gab dem Tal den Namen.

Ob Aktiv- und Erlebnismöglichkeiten, Unterhaltung, Geschichte und anderes: Aufgrund der Vielfalt sind jeweils nur einige Beispiele angegeben. Es gibt so vieles mehr, das das Erkunden und Anschauen lohnen. Wir waren bereits an die 100-mal dort, haben so vieles gesehen und entdecken doch immer wieder Neues und sagen „Da waren wir noch gar nicht“. In einem Lied zum Gailtal heißt es: Stets wenn ich in den Bergen bin, denk ich an mein Tal, liegt im tiefen Kärnten drin, grüß es viel tausendmal. Das ist mein Gailtal ...“.



Immer ein Augenschmaus: die weiten Ausblicke, hier über die Rattendorfer Alm hinweg.


Es ist ein lieblich Tal der ungezählten Urlaubsmöglichkeiten, das auch reichlich Platz zum Ausspannen bietet. Wir sind jedes Mal neu begeistert. Es ist für uns zur „Urlaubsheimat“ geworden. Wir danken Otto, der 1961 die Idee hatte, alle gemeinsam ins Kärntner Gailtal zu fahren. (jw)

Anfahrt-Hinweise
Wir beginnen in München, weil sich die Zufahrten aus dem Südwesten, Norden und Osten anders gestalten als aus dem Westen. Kilometer ab München, je nach Anfahrtsroute und Zielort, ca. 280 km. Wahl 1: Autobahn Richtung Salzburg, Tauernautobahn. Entweder bis kurz vor die italienische Grenze (Südrast), Abfahrt Hermagor, Karnische Region usw. Über Thörl-Maglern, Arnoldstein und Gailtalzubringer sind Sie dann schon direkt mittendrin im Gailtal.
Alternativ: je nach Urlaubsort Abfahrt bei Feistritz/ Drau Richtung Hermagor. Über die Windische Höhe – teils enge Passstraße – gelangen Sie auf die Gailtalbundesstraße. Dann je nach Ziel Richtung Westen oder Osten abbiegen.
Wahl 2: Autobahn Richtung Salzburg bis Inntaldreieck, dann abbiegen Richtung Innsbruck. Bis Kufstein-Süd. Teils Kreiselverkehr. Dort der Beschilderung Felbertauern folgen. Über Pass Thurn und Mittersill durch den Felbertauerntunnel nach Lienz (Kreisel), dort Richtung Oberdrauburg. Dort rechts Richtung Kötschach-Mauthen usw. abbiegen und über den Gailbergsattel (starke Kuren und Kehren) fahren. Am Fuß erreichen Sie Kötschach-Mauthen und sind im Gailtal.
Da es in Österreich außer für die Autobahn auch Maut für bestimmte „Schnellstraßen“ gibt, empfehlen wir auf jeden Fall, sich vor der Einreise eine Mautvignette (Pickerl) zu kaufen und sie anzubringen. Die Mautkarte ist weitaus günstiger, als die eventuelle hohe Strafzahlung. Für die Tunnels auf Tauernautobahn und Felbertauernstrecke sind zusätzlich Mautgebühren zu zahlen. Das ist auch so, wenn man die Passfahrt über die Großglockner-Hochalpenstraße genießen will.

Nützliche Links
Zu einzelnen Orten, Unterkunftszusammenstellungen, Veranstaltungen und mehr gelangen Sie zentral über die Seite: www.nlw.at
Nassfeld – auch ein bekanntes Winterrevier: www.nassfeld.at
Für Radler/ Biker: Verschiedene Touren auch aus Kärnten und zum Teil länderübergreifend:

Reiseberichte und Magazine, teils auch zum Südwesten Kärntens und länderübergreifend
Text/ Fotos/ Repros: Alle Urheberrechte © 2017 bei presseweller. Es gilt deutsches Urheberrecht. Fotos aus verschiedenen Jahren/ Jahrezeiten. Keine Gewähr für Termine, Aktualität der Örtlichkeiten, ebenfalls keine Gewähr für Straßen- und Wege-Befahrbarkeiten.Zu Almen ist es ratsam, sich zu Saison-Schlusszeiten zu informieren sowie bei Bergbahnen zu den einzelnen Fahrtzeiten und ebenfalls zu den Saison-Schlusszeiten.Textveröffentlichungen nur unter Beibehaltung der Kürzel DiaPrw und jw oder mit dem Hinweis presseweller. Bei Abdruck erbitten wir Link-Angabe oder PDF. Originalfotos für Print-Abdrucke senden wir gern. Es stehen außerdem zwei Infotafeln zu Bergen der Umgebung und Almen zur Verfügung. Bitte zu Konditionen anfragen.  

Donnerstag, 13. Juli 2017

Schönes Friaul: Vom Bergsee ins Weingebiet

In Cividale war schon Julius Caesar/ Übers Collio nach Görz




Malerisch, die Fusine-Seen. Wanderung beendet. (Alle Fotos: presseweller)


Juli 2017 (DiaPrw). Auf einer Fensterbank im Obergeschoss des Hauses neben dem grünen See stehen am frühen Nachmittag Wander- und Turnschuhe auf der Fensterbank. Da sind wohl eben ein paar Leute von einer Tour durch die Julischen Alpen oder rund um die Fusine-Seen zurückgekommen. Wanderer gehen hier viele Wege. Am oberen See steuert eine Gruppe den Gasthof an. Alle scheinen gut drauf zu sein und suchen sich Platz auf der großen Terrasse. „Hallo!“ Zufall, den Begleiter kennen wir. Eine mehrstündige Tour vom See durch die Julier liegt hinter ihm und den anderen. Die zwei Seen liegen malerisch oberhalb von Tarvisio im nordöstlichen Italien, in Friaul. Von schroffen Bergen im Hintergrund eingerahmt, sieht das wie ein Gemälde aus, das viele für altbacken halten würden, hinge es an einer Wohnzimmerwand. Dennoch ist es Natur pur und landschaftlich einfach nur schön. Für uns war das nur ein erster Ausflugs-Abstecher. Wir wollen weiter - bis in Collio und nach Görz.

Von Tarvis, wie viele den Ort nennen, fahren wir gut 60 Kilometer weiter nach Tolmezzo. Dort kommt ein riesiges kiesig-erdiges Flussbett in den Blick, in dem in der Mitte der schmale Lauf des Wassers auszumachen ist. Der Tagliamento. Schön, dass es noch so unverbaute Uferbereiche gibt! Schließlich füllen sie sich zusehends ab dem Herbst und nach dem Winter, und der Tagliamento wird zum großen Strom. Bald schauen wir von etwas oberhalb über rote Ziegeldächer auf die weiten Ebenen des Friaul im Nordosten Italiens. Manche kennen dieses sehenswerte Friaul, andere durchfahren es nur über die Autobahn oder die Staatsstraße Richtung Süden. Schade.



Immer zum Staunen, der Tagliamento mit seinem riesig-breiten Flussbett.


Abwechslungsreiche Landschaft

Das Friaul ist eine abwechslungsreiche Landschaft. Die Gesamtregion heißt Friaul-Julisch-Venetien, bei den Italienern Friuli Venezia Giulia. Es ist altes Kulturland, in dem bereits Julius Caesar, der frühere römische Herrscher, wirkte. Lange bevor waren auch schon Langobarden und andere dort. Das Friaul bietet Urlaubsmöglichkeiten in allen Facetten, vom Sonnen auf einer Kiesbank am Fluss, Baden oder Boot fahren auf einem See über Wandern und Besichtigen bis zum Abschalten, carpe diem, genieße den Tag! Abgesehen vom Meer - im Süden um Grado - finden Urlauber im Nordosten Bergwelten mit Julischen Alpen, Karnischen Alpen und ihren Ausläufern, hügeliges Land und weite Ebenen. Gerne streifen wir immer wieder einmal durch diese Landschaften, die zumindest einen Ausflug lohnen,




Gemona, hier die Kirche, und Venzone lohnen einen Besuch.



Oberhalb durchs Hügelland
Wieder schön hergerichtet sind die Orte Venzone und Gemona, die 1976 durch Erdbeben zum großen Teil zerstört wurden. Nachdem wir wissen, wie verwüstet es noch einige Monate später aussah, waren wir vor Jahren überrascht, wie schön diese lieblichen Orte wieder hergerichtet wurden. Über eine Landstraßenroute etwas oberhalb des Tales tauchen wir ein Stückchen ein in diesen Landstrich abseits der Durchgangsroute. Es geht etwas aufwärts in diese hügelige Landschaft, die auf der Ostseite von den Julischen Alpen überragt wird und wo der Blick aufs Tal über rote Dächer und die Landschaft im Westen geht.



Weit geht an diesem sonnenflirrenden Tag der Blick von der oberen Straße über die Ebene.



Auf der Fahrt sehen wir kleine Orte, kommen nach Nimis und Faedis, Zwischenziel ist Cividale. Begleiter sind grüne Landschaften mit Gärten, wir bewundern Feigenbäume und Feuerlilien, bald Weinfelder und Höfe.



Da wachsen die Feigen zum Greifen nah.


Zur Rast laden je nach Ort unter anderem Ristoranti, Trattorias und Osterias ein. Manches Mal kocht noch die „Mama“. Bodenständig, gut und lecker. Wir kehren in ein Ristorante ein. Riesige überspannte Terrasse. Typisch: Wir entscheiden uns für Pizza. Sie war reichlich und schmeckte klasse! Sehr einfallsreich war das nicht von uns. Schließlich hätten wir auch friulanische Spezialitäten wählen.können. Kaltes oder Warmes, zum Beispiel mit dem bekannten Schinken der Region, dem Prosciutto aus San Daniele, und/ oder mit wunderbarem Käse wie dem „Montasio“. Gerichte mit Polenta, eine Art Maisbrei, mit Käse, Würsten oder Fleisch, klingen ebenfalls verlockend wie die gehaltvolle Suppe mit vielen Gemüsen die Minestrone oder – wie auch im benachbarten Slowenien – mit Sauerkraut. Lecker.



Auf Gutes einkehren. Angenehm unter der beschirmten Terrasse. 


Außer dem Fahrer gönnten sich die anderen einen gehaltvollen Rotwein zum Essen. Die Preise waren vertretbar. Bereits in der Eurozeit, erinnerten wir uns gerne daran, früher mit Lire gezahlt zu haben. Andere Währungen waren stets Teil des Urlaubserlebnisses.




Forum, "Hauptplatz" und Stadttor in Cividale - wo Geschichte atmet. 


Cividale – Geschichte pur
Auf der Weiterfahrt gibt es immer öfter Hinweise auf Agriturismo. Bei uns heißt das „Ferien auf dem Bauernhof“. Hier sind es Höfe und Weingüter, die Urlaubsfreuden etwas abseits der Straße versprechen. Cividale del Friuli ist nah. Bald sind wir mittendrin. Von Gemona aus haben wir mit kleinen Nebenfahrten zu Ausblicken erst rund 40 Kilometer absolviert – ganz gemütlich. Cividale, nah an der Grenze zu Slowenien, ist eine Wucht und auch wegen seiner Geschäfte und Einkehrmöglichkeiten beliebt – quasi ein Zentrum. Aufgrund zahlreicher Bauten mit Museen, Palästen und Kirchen aus alten Zeiten können sich Geschichtsfreunde hier austoben: archäologisches Nationalmuseum, der Marien-Dom Santa Maria Assunta, die alte Kirche der Heiligen Petrus und Blasius, die Ponte del Diavolo, die Teufelsbrücke, Erinnerungen an die Langobardenzeit, eine Statue des Stadtgründers Julius Cäsar und so, so vieles mehr.



Die Brücke führt über die Natisone. Schöne Ausblicke auf Natur und Hausgärten.


Es ist eine Lust, in dieser Stadt zu bummeln und sich umzuschauen. Umso mehr, wenn dann auch noch die Sonne alles ins rechte Licht rückt und diese südlich-heitere Atmosphäre unterstreicht.

Durchs Weinland nach Görz
Das Weinland in dieser Grenzregion, das wir nun über Cormons bis Görz, Goricia, weiter durchfahren, hat einen heute international bekannten Namen: Collio. Überall begegnen uns Reben, Weinfelder und Güter. Viele laden zur Einkehr und auch zur Übernachtung ein. So manche Weinbauern haben sich spezialisiert und bieten besonders gepflegte Tröpfchen an.



Weingüter und -höfe bieten oft auch Übernachtungsmöglichkeiten. 


Längst hat man erkannt, dass Qualität und Besonderheiten gefragt sind. Weißweine wie der Friulano, Sauvignon Blanc und Pino Bianco stehen ebenfalls auf dem An- und Ausbauprogramm wie die roten Weine in teils kräftigen Farben wie der Refosco und der Merlot – sowie Weine in Weiß und Rot aus verschiedenen anderen Rebsorten. Weinfreunde klinken sich von der Fahrt erst einmal aus und gehen auf „Probiertour“.



Vom Weinfeld zur Rebe und ins Fass, das hier auf das Gasthaus hinweist. 


Wie wundervoll doch diese Landschaft zwischen Hügeln mit dem Blick auf die Ebene ist, eine Welt guten Essens und feiner Tröpfchen. Hat die Sonne ihr Lächeln aufgesetzt hat, schimmern die weißen Trauben golden. Diese gesamte Melange lässt uns erahnen, dass hier manche gerne das Dolce far niente, das sprichwörtliche „süße Nichtstun“, genießen (würden). Wie in aller Welt gibt es freilich auch in dieser Region den Unterschied zwischen Alltagsleben und Urlaub.



In der Grenzstadt Görz: südliches Ambiente, die Adria ist nah. 


Nach rund 30 Kilomtern haben wir Görz, auch Goricia, erreicht, den Grenzort zu Slowenien, der auf der östlichen Seite „Nova Gorica“, Neu-Görz, heißt und wo in den umliegenden Orten der Wein ebenfalls ein Thema ist.



Über den Dächern von Görz thront die Burg.


Unterhalb der Burg spazieren wir durchs Städtchen, kehren auf ein Gelati, ein Eis, und einen abschließenden Cappuccino ein. Schön war's!
Beim Blick auf die „Ebene“ muss es nicht bleiben. Neben vielen anderen Städten und Orten lädt Udine, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ein. Lebendig, voller Kultur und Geschichte mit historischen Bauwerken und Galerien. Nicht sehr weit entfernt kommen Schinkenfreunde auf ihre Kosten: Etwas erhaben liegt San Daniele. Schinkengerichte in vielen Variationen erhält der Gast in Prosciutterias. Weiter nördlich lohnt auch die alte Stadt Tolmezzo am Tagliamento mit ihren historischen Gebäuden und mehr.
Es ist „später Nachmittag“ geworden. Mit Einkehr, Anschauen und Bummeln waren wir für die nur über 150 Kilometer bis Görz viele Stunden unterwegs. Schließlich kam es nicht auf Tempo an, sondern auf Sehen und Erleben. Und das war wundervoll. (jw)

Hinweise zu Fahrt und Bericht: Rechnen Sie bis zum Ausgangsort Tarvisio ab München über die Autobahn rund 350 Kilometer. Für Österreich benötigen Sie eine Autobahn-Vignette, „Pickerl“, außerdem fällt über die Tauernautobahn Tunnelmaut an. Für die Fahrten über und durch die oft kleineren Orte unserer Tour orientierten wir uns an Beschilderungen und einem alten Autoatlas, hier ein Shell-Atlas, sowie einer Straßen-Landkarte zu Friaul. Wir empfehlen für solche und andere Überlandfahrten gutes Kartenmaterial zu Norditalien oder spezieller!  
Es ist sehr ratsam, die österreichischen und italienischen Verkehrsregeln und -vorschriften zu beachten, zum Beispiel hinsichtlich Tempobegrenzungen, Handy- oder Smartphone-Gebrauch oder „Alkohol am Steuer“. Die „Strafen“ fallen zum Teil weitaus höher aus als in Deutschland. Überall aber macht es Sinn, die Regelungen zu beachten. 
Die Fotos sind aus verschiedenen Jahren. Ansichten von Örtlichkeiten könnten sich geändert haben. 



Zu Friaul: www.fvg.info/de/
Zu Collio/ Görz: www.turismofvg.it/Görz-und-Collio

Reiseberichte immer auf "Tourismus" bei http://www.presseweller.de
Bei Interesse zu Berichten und Fotos bitte anfragen. 
Für unsere Blogeinträge gilt ergänzend stets unser Impressum auf der Presseweller-Homepage. 

Samstag, 29. April 2017

Kurs Nord: Wurten, Häfen, plattes Land und Strand


Frühsommer: blauer Himmel, grüne Wiesen und Felder, weites Land. (Alle Foto: (©) presseweller)


Kommen Sie mit von Bremen übers Wurster Land nach Cuxhaven und Stade


29. April 2017. (DiaPrw). Deutschlands Norden mit seinen Städten, Städtchen und Dörfern ist abwechslungsreich. Die typischen Backstein.- und Klinkerbauten, Reet gedeckte Häuser sowie grünes Marschland und weite Felder, die je nach Jahreszeit im gelben Raps leuchten oder wo sich die Kornhalme im Wind wiegen, begeistern uns immer wieder. Die Rundreise beginnt in Bremen mit Kurs Nord über das Wurster Land bis Cuxhaven, dann wieder in südliche Richtung über Wischhafen bis nach Stade.



Die Altstadt in Bremen ist ein Anziehungspunkt. Böttcherstraße und das Schnoorviertel laden zum ausgiebigen Bummeln ein. In den teils engen Gassen locken Fachgeschäfte mit buntem Allerlei, einschließlich Kunsthandwerk, Galerien, Ausstellungen und Einkehrmöglichkeiten, um gut zu essen oder Kaffee oder Tee und Kuchen zu genießen Vor Jahren waren wir einmal im Gasthaus „Ständige Vertretung“ in der Böttcherstraße. Die Wände sind voller Bilder mit - meist ehemaligen - Größen aus der Politik und anderen. Das gesamte Ambiente ist so anders als üblich und angenehm. Da verwundert es nicht, dass dieses Haus schon lange Kult ist.


Gehen Sie in Bremen auf Entdeckungsbummel: Rathaus (o.), in der Nähe davon der St.-Petri-Dom, Roland-Statue, Böttcherstraße und, nicht abgebildet, Schnoor-Viertel.  

In der Stadt gibt es vieles zu sehen, wir beschränken uns hier auf einige wenige klassische Punkte: St.-Petri-Dom, nicht weit entfernt davon das Rathaus auf dem Marktplatz, wo auch die große Roland-Statue steht, und natürlich trifft man auch auf die Bremer Stadtmusikanten, unter anderem als Bronzeplastik an der Westseite des Rathauses. (www.bremen.de)



Hat immer was Idyllisches, so ein Kutterhafen.

Kutter, Watt und Landidylle: Wurster Land
Als wir vor Jahrzehnten das erste Mal das Wurster Land besuchten, merkten wir schnell, dass dieser Landstrich oberhalb von Bremerhaven und der Wesermündung und unterhalb von Cuxhaven nicht nach einem Ort „Wurst“ benannt ist. Die Sache ist ganz anders. Die Bezeichnung kommt von „Wurten“, Warften. Das sind kleine Anhöhen, auf denen einst die Häuser gebaut wurden, um Schutz vor Hochwasser zu haben. Schließlich war der „blanke Hans“, wie die Nordsee bereits zu unseren Schulzeiten genannt wurde, nah.


Im Wurster Land gibt es Abwechslung für Klein und Groß.

In Seenähe kann man angenehm spazieren, raus auf die Mole gehen oder sich, je nach Tide, ins Watt begeben. Egal, ob hier oder sonstwo: Zu Wattwanderungen sollte man sich unbedingt informieren! (Siehe dazu auch unseren Hinweis unten.)  Idyllisch ist der Kutterhafen im Nordseebad Wremen. Alles ist schön und praktisch angelegt. In Dorum-Neufeld steht das Nationalpark-Haus, in dem Besucher mehr zum Wattenmeer, dem Weltnaturerbe, und zur Nordsee erfahren können. Das ist auch für Kinder interessant. Ausspannen, abschalten, aktiv sein und die Seeluft auf sich wirken lassen. Wie nahezu überall in Norddeutschland sind auch hier Radler richtig, die das Land per Pedaltritt erkunden wollen. (www.wursternordseekueste.de)


In Cuxhaven Strandleben genießen. Die Kugelbake (r.) gehört dazu. 

Langer Strand und Wattausflüge: Cux
Einige Kilometer weiter, und wir gelangen bereits nach Cuxhaven, allseits bekannt und von vielen nur „Cux“ genannt. „Unseren mindestens zweiwöchigen Sommerurlaub verbringt unsere Familie bereits seit Jahren in Döse, Cuxhaven,“ erzählte uns einst ein weitläufiger Bekannter. Das wollten wir auch kennenlernen. Deshalb zog es uns bereits öfter nach Döse und Duhnen, den Orten, die direkt zum Strand führen. Bekanntes Wahrzeichen ist die hölzerne „Kugelbake“, die in Höhe der Elbmündung steht. Radeln, Wattwanderungen, Zuschauen, wenn die Schiffe in einiger Entfernung vorbeiziehen, am langen Strand spazieren und mehr. Im Strandbereich gibt es alles, von den Einkehrmöglichkeiten bis zu Spielmöglichkeiten für Kinder.



Wie nahezu überall im Norden ist man auch in Cux mit dem Fahrrad unterwegs.

Es lohnt sich auch, den Hafen in Cuxhaven mit seinen Anlagen und Firmen zu erkunden. Von hier legen zum Beispiel Schiffe nach Helgoland ab. Das wäre vielleicht einmal ein Extra an einem der Urlaubstage oder für einen maritimen Ausflug, wenn man von außerhalb kommt.
Mal einen mehrstündigen Ausflug durchs Watt machen? Mit der Pferdekutsche geht es zur Insel Neuwerk, wo man sich dies und das anschauen und/ oder einen Rundgang um die Insel machen kann. Bei Sonnenschein ist guter Sonnenschutz für die Haut gefragt! Wer Kutschfahrt oder – geführte – Wattwanderung nicht mag, fährt mit dem Schiff zur Insel. (www.cuxhaven.de)



Backstein- und Ziegelfachwerk sind Begleiter beim Stade-Bummel. 

Stade erkunden
Auf der Strecke zwischen Cuxhaven und Stade sind wir schon öfter nach Wischhafen abgezweigt, und zwar zur Fähre. Sie führt auf die andere Elbseite in den schönen Ort Glückstadt. Je nach Saison und Tag ist die Strecke stark frequentiert! Die Überfahrt ist wie eine ganz kleine Schiffsreise. Aber das ist ein anderes Thema.


Rasten: Der Brunnen in der Innenstadt "erzählt" vom Fischer-und-seiner-Frau-Märchen. 

Wir wollen nach Stade. „S-tade müsst ihr euch angucken“, sagt uns ein Norddeutscher. Da geht es durchs Alte Land, bekannt für seinen Obstanbau. Die alte Hansestadt mit Backstein-/ Ziegel-Fachwerkhäusern, Gassen und altem Hafen ist sehenswert. Mit den kleinen und größeren Geschäften sowie den Gasthäusern lässt sich richtig gut bummeln und einkehren. An einem Platz in der Innenstadt entdecken wir einen Brunnen mit Steinskulptur. Da geht es um das Märchen der Gebrüder Grimm "Vom „Fischer und seiner Frau“, die immer mehr haben wollte. Dabei sollte man doch eher mit dem zufrieden sein, was man hat und mit dem Mann, Frau und Familie ihren Lebensalltag bestreiten können. Diese Geschichte ist ein Lehrstück in Raffgier.
Je nach Jahreszeit sollten Sie im Alten Land die berauschende Blüte erleben, auf dem Deich spazieren und die Ausblicke genießen. Wir haben es schon oft und gerne getan. (www.stade.de)
Hier endet unsere Rundreise, wenn es auch ringsum noch so, so viel zu entdecken und zu erleben gibt. Hamburg ist nah. (J. Weller)

Allgemeine Hinweise: Zur Anfahrt nach Bremen bietet sich je nach Ausgangsort am besten die Autobahn A 1 an. Richtung Cuxhaven ist es die A 27 mit Ausfahrten. Wer mehr durch Orte fahren und sich umschauen will, sollte die anderen Straßen nutzen. Von Cuxhaven – Richtung Hamburg – ist die Bundesstraße B 73 eine gute Wahl. Wer will, kann von hier auch leicht in andere sehenswerte Orte abzweigen.
Achtung! Wattwanderungen: Es sollten unbedingt die angegebenen Zeiten für Ebbe und Flut bzw. Tidenzeiten beachtet werden. Bei Unklarheiten besser oder unbedingt erst vor Ort nachfragen! Bei längeren Touren, wie zum Beispiel zur Insel Neuwerk, ist es ratsam, ausschließlich an einer geführten Wattwanderung teilzunehmen! In den Tourismusorten gibt es auch für Kinder und Familien Watttouren und/ oder -erkundungen mit vielen Erläuterungen und großem Erlebniswert.

Für Näheres sind die Internetseiten der Orte/ Regionen angegeben. Meist müssen Sie hier auf „Tourismus“ oder „Freizeit“ gehen, um mehr zu Sehenswürdigkeiten, Unterkünften und anderes zu erfahren. In allen Regionen gibt es ein breites Unterkunftsangebot, von der Ferienwohnung über Pensionen und Gasthäuser bis zu Komforthotels. Unser Reisebericht ist nicht beauftragt, hat also keinen kommerziellen Hintergrund.
Fotos sind aus mehreren Jahren und Jahreszeiten. Eine Gewähr für die aktuelle Örtlichkeit und Veränderungen ist ausgeschlossen. Die Fotos und die Zeichnung dienen nur der Bebilderung. Der Text kann ebenfalls von aktuellen Gegebenheiten aller Art abweichen. Dafür ebenso keinerlei Gewähr wie Befahrbarkeit von Straßen und Möglichkeiten von Zugängen. Zum Teil sind Ortstaxen und/ oder Eintrittsgelder zu zahlen.


Autor: Der Journalist und Autor Jürgen Weller schreibt und veröffentlicht seit über 30 Jahren informelle Reiseberichte wie hier und an Geschichten angelehnte Reiseberichte und -reportagen, insgesamt viele Hundert. Sie wurden auf Reiseseiten und allgemein veröffentlicht in Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und seit mehreren Jahren im Magazin „Auf Tour – Der Reisereport“ sowie weltweit im Internet auf zig Webportalen. Über seine Medienfirma „Medienbüro + PR DialogPresseweller“ arbeitete er auch mit Radio- und TV-Sendern zusammen. Auf der Seite http://www.presseweller.de gelangen Sie zu Magazinen, Reisetipps und -berichten.

Freitag, 14. April 2017

Natur und Kultur: Bergidyll Lesachtal in Kärnten


Wandern und Erlebnis zwischen Karnischen Alpen und Lienzer Dolomiten




Zwischen Karnischen Alpen (Foto) und Lienzer Dolomiten: Das Lesachtal im südwestlichen Kärnten bietet eindrucksvolle Bergkulissen. (Alle Fotos: (c) presseweller)


14. April 2017. (DiaPrw). Ein alter Freund nahm uns einst mit ins Lesachtal, das wir bis dahin nur von einer Durchfahrt her kannten. Wir wohnten beim Paternwirt in Maria Luggau. Oben in Nostra auf der Nordseite der Karnischen Alpen zeigte unserer Freund uns sein Elternhaus und lud uns zu einer „Jause“ ein, manchmal auch „Marende“ genannt. Wir genossen Speck, Wurst, Almkäse und Bauernbrot sowie den Ausblick aufs Tal und die beeindruckende Berglandschaft. Hört oder liest man übers Lesachtal im Südwestzipfel Kärntens, dann verbinden sich schnell einige Begriffe damit: Naturtal, Wolayersee, Maria Luggau und alte Mühlen. Dann kommen schon Wandern, Bergtouren, Ruhe. Inzwischen oft von uns bereist, vermitteln im Hochtal sattgrüne Bergwiesen und beschauliche Dörfer ein entspannendes Gefühl. 

Nein, gar so klein ist das Tal nicht. Von Kötschach-Mauthen im Kärntner Gailtal zieht es sich auf die Höhe und durch viele Orte über das Tiroler Gailtal bis ins Drautal, etwas nördlich von Sillian.
Während der Fahrt durchs Lesachtal lassen uns die die Wiesen und sattgrünen Matten nicht los, und irgendwo weit vor uns erhebt sich ein Kirchturm. Davon gibt es einige, schließlich pilgern von Kötschach-Mauthen, wo der „Gailtaler Dom“ bereits von Glaube und Frömmigkeit erzählt, so manche zu Fuß ins Hochtal. „Jedes Jahr geht’s in die Luggau“, erzählen sie uns, womit sie damit den über 1170 Meter hoch gelegenen Ort Maria Luggau, die Basilika Maria Schnee und das Servitenkloster meinen. Wie Anton Oberguggenberger jun. auf seiner Webseite maria-luggau.at schreibt, kommen pro Jahr zirka 60 Wallfahrtsgruppen sowie viele Einzelpilger.


Die Basilika Maria Schnee in Maria Luggau ist ein beliebter Wallfahrtsort. 


 Längst haben Wanderer und Bergtourengeher das Lesachtal, vor vielen Jahren als „naturbelassenstes Tal Europas" ausgezeichnet, für sich entdeckt. Kein Wunder, haben sie schließlich die Wahl, auf der Nordseite die Lienzer Dolomiten unter die Wanderschuhe zu nehmen und auf der Südseite in die Bergwelt des Karnischen Hauptkamms einzutauchen, hart an der Grenze zu Italien. Tradition und Brauchtum haben hier ihren Platz, zum Beispiel für Freunde der Volksmusik. Viele werden bereits den Namen der Musikantenfamilie „Lexer“ gehört haben, die auch den gleichnamigen „Musikhof“ betreibt. Im Ort Liesing gibt es sogar eine Volksmusikakademie.
In einem Taleingang in Maria Luggau stehen außerdem alte – restaurierte – wasserbetriebene Mühlen. Dazu passt, dass hier traditionell noch Brot gebacken wird. Viele Brauchtumsfeste runden das Heimat- und Traditionsbewusstsein ab.



Wie ein Auge liegt der Wolayersee in den Bergen.

Von Bergen umsäumt: Wolayersee

Für Wanderfreunde gibt es zig Möglichkeiten, die Landschaft zu erkunden. Beliebt ist die Tour zum Wolayersee, der wie ein „Auge“ malerisch zwischen den Felsen liegt. Man erreicht ihn von Birnbaum aus über das Dorf Nostra. Von dort gibt es noch ein Fahrstraße bis zum großen Parkplatz, wo die kleine Hubertuskapelle steht. Von hier geht es über Wege rund sieben Kilometer meist bergauf, bis der See in den Blick kommt. Mit der Wolayerseehütte besteht die Möglichkeit, einzukehren und sich zu stärken. Wie wäre es mit einer Kärntner Brettljause oder einem Wiener Schnitzel? Für diejenigen, die von hier weitere Touren in die berauschende und geschichtsträchtige Bergwelt unternehmen wollen, bestehen in der Hütte auch Übernachtungsmöglichkeiten (wolayerseehuette-lesachtal.at).
Eine längere und anstrengendere ausprobierte Wanderung begann für uns an der Valentinalm. Der Weg dorthin zweigt am Plöckenpass, oberhalb von Kötschach-Mauthen, ab. Von dort führt die bergige Route an der Kellerwand (bis über 2700 Meter) vorbei. Man sollte schon für mehre Stunden fit sein.
Die gesamte Region ist übrigens erdgeschichtlich interessant. Im weitläufigen Geopark Karnische Alpen lässt sich manches entdecken. Unsere Fossilienfunde mit Farnen und Muschelabdrücken hüten wir seit Jahrzehnten.



Am Weg vom Dorf Nostra aus im Wolayertal steht die Hubertuskapelle. Daneben gibt es einen Parkplatz für Wanderer und Spaziergänger.


Einst mit Badehütte - heute Wellnesshotel

Schon vor Jahrzehnten lernten wir das Tuffbad kennen, damals noch mit dem alten Alpengasthof und natürlich dem besonderen Mineralwasser, bei dem es sich den damaligen Hinweisen und den allgemein zugänglichen Veröffentlichungen nach um Magnesium-Sulfat-Hydrogencarbonatwasser handelt. Den Quellbereich hatten bereits Mitte des 18. Jahrhunderts Mönche des Luggauer Servitenklosters entdeckt. Nach Badehütte und Alpengasthof gibt es seit bereits einigen Jahren hier das „Almwellness-Resort Tuffbad“, ein Vier-Sterne-S-Haus. Natürlich spielt das gute Wasser auch hier eine wichtige Rolle. Das Tuffbad liegt am Südabfall der Lienzer Dolomiten. Von der Hauptstraße zweigt man bei St. Lorenzen ab.



Wandern, Bergtouren machen und Almen entdecken.


Wandern, Radeln und Wassersport

Das weitgehend naturbelassene Lesachtal ist zweifellos ein El Dorado für Wanderer sowie ebenfalls für Bergtourengeher und Bergsteiger. Zum großen Teil entlang des Kamms verläuft der Karnische Höhenweg, der Friedensweg, Europäischer Weitwanderweg 10. Er führt bis Sillian in Osttirol. Wen es interessiert: Geschichte des 20. Jahrhunderts hat hier ihre Spuren hinterlassen. Der Kamm der „Karnischen“ war im Ersten Weltkrieg umkämpftes Frontgebiet. So idyllisch die Natur ist: Krieg kennt keine Grenzen.
Vom Lesachtal weg in den westlichen Gailtaler Alpen geht es über den Gailtaler Höhenweg weit ins Gailtal bis zur Windischen Höhe und entlang des mächtigen Reißkofels, dem höchsten Berg der Gailtaler Alpen. Tipp: Es lohnt sich, ab dem sonnigen Frühling die Mussen zu erwandern, in Nähe des Gailbergsattels: eine bunte Mischung aus vielen und heute auch seltenen Blumen!

Für Fahrradfahrer geht es auf und ab. Je nach Strecke ist schon ein gutes Stück Kondition gefordert. Im Büchlein „Familienradeln und Mountainbiking, Ostalpen und Südliche Kalkalpen“, erschienen im Verlag Buch-Juwel, ist auch die Strecke durchs Lesachtal beschrieben. Mountainbiker können aber von nahezu jedem Ort aus herausfordernde Strecken unter die Pedale nehmen. Für den Autoverkehr sind viele der Gräben – kurvenreich runter und wieder rauf – inzwischen überbrückt. Wir haben auch noch die alten Straßen kennengelernt.
Wassersportler können im Tal zum Beispiel Kajaktouren unternehmen. Auf der östlichen Seite Richtung Kötschach-Mauthen fordern die Wasser der Gailschlucht zum früher oft beschriebenen Canyoning heraus.


Blumen und Kräuter am Wegesrand entdecken.Natur genießen.


Einfach mal entspannen

Diese wunderschöne Landschaft lässt sich je nach eigenem Interesse nicht nur für größere Aktivitäten nutzen. Sie bietet sich geradezu dafür an, Spaziergänge zu machen, die mild-würzige Bergluft zu genießen, abzuschalten, den Alltagsstress zu vergessen und zu relaxen, Körper und Geist zu entschleunigen. Man hat sich dem „Slow Food Travel“ verschrieben. Alles etwas langsamer. Das Essen genießen. Beim Kornmahlen oder Brotbacken dabei sein, Kräuter entdecken oder sich die „Heumilch“ auf der Zunge zergehen lassen: Vieles ist möglich. Es dazu auch attraktive Pauschalen.



Dem Rauschen des Wasserfalls lauschen. Natur pur genießen.


Das Lesachtal bereisen wir immer wieder einmal gerne. An Unterkünften haben Urlauber die Wahl zwischen Ferienwohnungen, Pensionen, Gasthöfen und Hotels, auch spezielle wie Wanderniki (www.wanderniki.at) in Liesing-Obergail,und Almwellness-Hotel in St. Lorenzen-Tuffbad (www.almwellness.com). In dieser beeindruckenden Berglandschaft des Lesachtales schauen wir zwar stets gerne nach links und rechts, jedoch ohne Hektik. Wir genießen einfach diese Natur- und Kulturlandschaft und freuen uns auf Bodenständiges bei der Einkehr.


Tauchen Sie ein in die abwechslungsreiche Lesachtaler Bergwelt. 


Anfahrt aus Deutschland

Je nach Abreiseort über den „direkten“ Weg: Kufstein, Kitzbühel, Mittersill, Felbertauernstraße (Maut), Lienz. Im Kreisel Weg 1 Richtung Sillian/ Italien. Vor Sillian zweigt links die Straße ins Tiroler Gailtal/ Lesachtal ab. Weg 2: Im Kreisel wie vor die Abfahrt Richtung Oberdrauburg, Spittal nutzen. Auf der Straße wird die Grenze nach Kärnten passiert. In Oberdrauburg rechts ab Richtung Kötschach-Mauthen/ Gailtal über den kurven- und kehrenreichen Gailbergsattel. In Kötschach ein Stück durch den Ort, dann rechts in Lesachtal. Ansichtssache: Uns kommt diese Strecke über den Gailberg landschaftlich abwechslungsreicher vor. Wenn Sie die Tauernautobahn nutzen wollen, müssen Sie nach der Abfahrt noch ein gutes Stück Richtung Westen fahren: Entweder nutzen Sie die Abfahrt ins Drautal/ Lienz oder ins Gailtal/ Hermagor – weiter bis Kötschach. Hinweis: Die meisten wissen und kennen es: Anders als zurzeit noch in Deutschland fällt neben der Maut für einige Tunnel und manche Passstraßen auch eine Gebühr für Autobahnen an sowie für manche „Schnell- oder Autostraßen“! Das so genannte „Autobahn-Pickerl“ besorgt man sich am besten bereits zu Hause oder vor der Grenze. Ist es im oberen Bereich der Windschutzscheibe angeklebt, läuft man nicht Gefahr, eventuell aus Versehen auf eine gebührenpflichtige Straße zu kommen und bei einer Kontrolle zur Kasse gebeten zu werden. (jw)

Links
Über die Seite www.lesachtal.com erfahren Sie mehr zum Tal. Sie gelangen von hier auch zu den verschiedenen Gastgebern, von Ferienwohnungen bis zu Hotels.
Auf  www.maria-luggau.at geht es rund um den Wallfahrtsort mit Erläuterungen und Veranstaltungen.
Zur Gesamtregion in diesem Teil des südwestlichen Kärntens gelangen Sie über www.nlw.at

Zum Büchlein "Familienradeln und Mountainbiking" mehr bei www.buch-juwel.de

Hinweis: Fotos aus verschiedenen Jahren, dadurch keine Gewähr für Aktualität der Örtlichkeiten sowie für Pauschalen und andere Angebote. Text nach Eigenerlebnis und eigenen Recherchen. Zwischen Recherche, Texterstellung und Aufruf der Seite kann es Veränderungen zu Straßenverläufen, Wanderwegen und anderem gegeben haben und aktuell geben, bis zu kompletten Sperrungen oder anderen Verläufen. Es ist ratsam, sich zu Bergtouren ausführlich vor Ort zu informieren und die Witterungsbedingungen zu beachten oder je nach Angebot geführte Touzren zu nutzen. Irrtum und Änderungen in jeder Hinsicht bleiben stets vorbehalten.
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